Die entscheidende geografische Frage
Bis zum späten 15. Jahrhundert hatten portugiesische Seefahrer große Teile der westafrikanischen Küste erkundet. Entscheidend war nun, ob Afrika im Süden auf dem Seeweg umfahren werden konnte.
Mit der Umrundung des Kaps der Guten Hoffnung bewies Bartolomeu Dias, dass Atlantik und Indischer Ozean auf dem Seeweg verbunden werden konnten.
Fachbeitrag · veröffentlicht und geprüft am 14. September 2026
Bis zum späten 15. Jahrhundert hatten portugiesische Seefahrer große Teile der westafrikanischen Küste erkundet. Entscheidend war nun, ob Afrika im Süden auf dem Seeweg umfahren werden konnte.
Bartolomeu Dias gelang 1488 als erstem Europäer die dokumentierte Umrundung des Kaps, das zunächst als Cabo das Tormentas – Kap der Stürme – bezeichnet wurde und später den Namen Cabo da Boa Esperança erhielt.
Die Fahrt zeigte praktisch, dass der Indische Ozean vom Atlantik aus erreichbar war. Damit wurde die spätere Reise Vasco da Gamas nach Indien planbar.
Der Erfolg beruhte nicht auf einer einzigen Erfindung, sondern auf jahrzehntelanger Erfahrung in Navigation, Schiffbau, Kartografie, Logistik und der systematischen Erkundung der afrikanischen Küste.