Allerheiligen 1755
Am Morgen des 1. November erschütterte ein starkes Erdbeben Portugal. Besonders Lissabon wurde schwer getroffen. Nach den Erdstößen folgten Flutwellen und ausgedehnte Brände.
Erdbeben, Flutwellen und Feuer zerstörten am 1. November 1755 große Teile Lissabons. Die Katastrophe veränderte Stadt, Staat und europäische Debatten.
Fachbeitrag · veröffentlicht und geprüft am 14. September 2026
Am Morgen des 1. November erschütterte ein starkes Erdbeben Portugal. Besonders Lissabon wurde schwer getroffen. Nach den Erdstößen folgten Flutwellen und ausgedehnte Brände.
RTP bezeichnet das Ereignis als den zerstörerischsten historisch dokumentierten Erdstoß des Landes. Nicht nur Lissabon, sondern auch der Süden Portugals und besonders die Algarve waren betroffen.
Der Wiederaufbau begann rasch. Unter der politischen Führung des später als Marquês de Pombal bekannten Sebastião José de Carvalho e Melo entstanden neue städtebauliche Strukturen; technische und organisatorische Überlegungen zum erdbebensicheren Bauen spielten dabei eine wichtige Rolle.
Die Nachricht von der Katastrophe verbreitete sich in ganz Europa. Das Ereignis wurde zum Gegenstand philosophischer, theologischer und naturwissenschaftlicher Debatten und prägte das Bild Lissabons weit über Portugal hinaus.